Die neue Astroblick: Urlaubsflirt und Gelée Royale

Dem Kalender nach ist ja noch Frühling, aber die heißen Tage dieser Woche geben uns unmissverständlich zu verstehen, dass der Sommer mit Riesenschritten naht. Nur wenige Wochen trennen uns noch von der klassischen Urlaubszeit – und egal, wie man sich die ideale Reise auch vorstellt: Für Singles werden die Ferien erst durch ein amouröses Abenteuer zur schönsten Zeit des Jahres!

Was sich diesbezüglich im kommenden Sommer tut, erfährt man in der aktuellen Ausgabe des Magazins Astroblick, die seit letzter Woche im Zeitschriftenhandel wartet: Das jährliche Urlaubsflirt-Horoskop schildert auch diesmal, welche Tierkreiszeichen fern der Heimat am besten zusammenpassen! Es versteht sich von selbst, dass diese Ausgabe auch die üblichen Horoskope enthält, die skizzieren, wie es im Juli und August um Liebe, Gesundheit und Karriere bestellt ist.

Natürlich sind auch wieder ein Chinahoroskop und ein Mondkalender sowie viele aufschlussreiche Artikel vertreten! Unter anderem ist zu erfahren, weshalb Hademar Bankhofer so viel von Gelée Royale hält, wie der Erzengel Michael wohl über unsere modernen Zeiten denkt und was zu tun ist, um den Mann oder die Frau seiner Träume für sich zu gewinnen!

Buddhismus ist nicht blosser Verzicht …

Zu den bekannten fernöstlichen Weisheiten gehört der Buddhismus, der von dem Franzosen Matthieu Ricard seit rund vierzig Jahren studiert wird. Er wurde zum Grenzgänger zwischen Okzident und Orient.

Der Regisseur Jeanne Mascolo de Filippis hat eine Dokumentation über diese bekannte französische Persönlichkeit geschaffen, die mit den Worten beginnt: „Nächstenliebe beginnt damit, dass man seinen Mitmenschen Wert beimisst und sich anderen gegenüber offen, achtsam und aufmerksam zeigt …“.

Denn der renommierte Wissenschaftler Ricard ist als Kenner des Buddhismus anerkannt und außerdem ein tibetanischer Mönch. Er schreibt Texte über den Buddhismus und die Meditation, und ist als Dolmetscher für den Dalai Lama tätig. Zudem arbeitet er erfolgreich als Fotograf und organisiert sehr erfolgreich für verschiedene Hilfsorganisationen.

1946 als Sohn eines Philosophen und einer Künstlerin in Frankreich geboren, wuchs er in einem intellektuellen Umfeld auf und studierte Molekularbiologie, wobei er anschließend in Zellulargenetik promovierte.

Die Suche nach dem Sinn des Lebens

Der junge Mann fühlte sich in seinem Beruf jedoch nicht vollkommen wohl. Das Problem, wie das menschliche Potenzial am besten zu nutzen sei, beschäftigte ihn weiterhin. Auch das Gefühl der Erfüllung wollte er erreichen und machte sich so auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. 1967 kam dann nach eigenen Angaben die Zeit der Wende im Leben des jungen Mannes: die Spiritualität, mit der er durch die Mutter in Berührung kam, faszinierte ihn. Seine Mutter war eine Zeit lang in Indien gewesen und hatte sich dem Buddhismus gewidmet – so kam er zu dieser Glaubensrichtung.

Er hielt sich schließlich in der Region des Himalaja-Gebirges auf und lernte einige bedeutende Menschen kennen, die nach tibetanischer Tradition lebten und lehrten. So zum Beispiel Kangyur Rinpoche, nach dessen Tod er sich besonders intensiv mit ihm und dem Buddhismus verbunden fühlte. 12 Jahre lang war er dessen Assistent gewesen, während er für das Kloster arbeitete.

Seine wahre Aufgabe

Seine Bestimmung zu finden, ist nicht jedem Menschen vergönnt. 1989 aber lernte Ricard den Dalai Lama kennen und übersetzte für diesen, während er in Frankreich weilte. Der höchste Würdenträger des Buddhismus, der als weltweites Vorbild für Moral gilt, wird seither bei vielen Gelegenheiten von Ricard unterstützt. Dieser schätzt nach eigenen Angaben am Dalai Lama besonders, dass er weder unhaltbare Versprechungen abgibt, noch rätselhafte Erklärungen.

Außerdem soll kein Gegensatz zwischen Buddhismus und Christentum vertieft, sondern in Zusammenhang mit moderner Wissenschaft Brücken geschlagen werden. Medizin und Naturwissenschaften sind solche Bereiche, in denen auch mit Meditation Erfolge möglich sein sollen. Im US-Bundesstaat Colorado wurde das „Mind and Life Institute“ ins Leben gerufen, das den Dialog zwischen Wissenschaft und Buddhismus fördern will, und so neue Erkenntnisse anstrebt. Auch Psychologen und Neurologen forschen dort, um den Zusammenhang zwischen Körper und Geist weiter zu klären.

Soziale Arbeit

Ein Dialog zwischen Ricard und seinem Vater ist bekannt: Dieser als bekennender Agnostiker hatte die Frage aufgeworfen, warum der Buddhismus im Westen der Welt immer bekannter wird, und welche Defizite dadurch versucht würden auszugleichen. 1999 entstand aus dem Gedankenaustausch zwischen Vater und Sohn ein Buch namens „Der Mönch und der Philosoph“, worin es um Perspektiven von Buddhismus und westlicher Welt geht und deren Gemeinsamkeiten. Am Ende steht die Aussage, dass die moderne westliche Philosophie kompliziert sei und den Menschen keine umfassenden und befriedigenden Antworten geben könne.

Weitere Bücher Ricards mit diversen Co-Autoren sind:

„Das Licht Tibets. Leben und Welt des spirituellen Meisters Khyentse Rimpoche“ von 1989,

„Quantum und Lotus“, 2001

„Glück“, aus dem Jahr 2007

„Hirnforschung und Meditation“ (2008), sowie

„Meditation“ von 2009 und die Bildbände

„The Spirit of Tibet“ (2000) und

„Buddhismus im Himalaja“ aus dem Jahr 2002 und

„Tibet. Mit den Augen der Liebe“ von 2006.

Heute lebt der Franzose in Nepal, im Kloster Shechen. Ihm ist nach wie vor die Nächstenliebe wichtig, und das nicht nur privat. Er selbst sagt dazu: „Buddhismus ist nicht blinder Verzicht, sondern eine Vermeidung der Ursachen des Leids. Egoismus ist eine der fundamentalen Ursachen des Leids – und Nächstenliebe eine wunderbare Methode, es zu vermeiden! Altruismus muss ein Teil der Wirtschaft werden und auch dort den Egoismus ablösen. Nur mit Einbeziehung der Wirtschaft ist auch eine altruistische Gesellschaft möglich.“

Von ihm ins Leben gerufen wurde die Organisation „Karuna Shechen“, die sich um humanitäre Projekte in Tibet und im Gebiet des Himalajas kümmert. Er lebt seit vier Jahrzehnten in der Region und spricht die Sprache der Einheimischen. So kann er vor Ort gezielt helfen.

Tipps zum Wohlfühlen in der neuen Astroblick

Nach dem winterlichen Wetter der letzten Wochen tut es richtig gut, dass die Temperaturen nun steigen und der Frühling nach und nach unter Beweis stellt, dass er nicht nur im Kalender Einzug gehalten hat: Endlich zeigt der Lenz, was er kann, und taucht die Landschaft in ein farbenfrohes Blütenmeer! Und von nun an dauert es nur noch wenige Wochen, bis uns die ersten heißen Tage einen Vorgeschmack auf den Sommer geben …

Wer darauf brennt, zu erfahren, was die Astrologen für den Mai und den Juni vorhersagen, der sollte sich wirklich beeilen und die aktuelle Nummer der Zeitschrift Astroblick am Kiosk holen, die bereits Anfang April erschien! Unser ganzes Team ist wieder einmal sehr von dem beeindruckt, was die Kollegen und Kolleginnen von der Astroblick an spannenden und interessanten Beiträgen verfasst haben, denn Happymood.de gehört ja zum selben Verlagshaus wie die Astroblick!

Neben den abendländischen und chinesischen Horoskopen für Mai und Juni zeigen wieder Tarotkarten sowie ein Mondkalender die Tendenzen für diese beiden Monate auf. Abgerundet werden die ausführlichen Prognosen auch diesmal durch Wissenswertes aus den Themenbereichen Esoterik, Lebenshilfe und Naturmedizin! So etwa wird geschildert, wie viel wir aus Träumen lernen können, wie wir mit unserer eigenen Person zufriedener werden und warum man nicht einmal daran denken sollte, Liebe zu erzwingen!

Daneben werden verschiedene Möglichkeiten erörtert, wie man mit Naturheilmitteln Bandscheibenschmerzen lindert. Außerdem wartet ein Interview mit dem medial begabten Autor Pascal Voggenhuber sowie eine imaginäre Konversation mit Konfuzius auf die Leserinnen und Leser. Und natürlich dürfen auch diesmal Botschaften von Engeln und Aura-Soma-Flakons nicht fehlen …

Schade! Ein Frosch!

Sicher wird fast jede Frau im Laufe ihres Lebens einige Frösche küssen und dabei feststellen, dass die meisten auch Frösche bleiben und sich nicht in einen Traumprinzen verwandeln. Viele Frauen geraten dabei auch stets wieder an denselben Typ Mann – trotz aller Negativerfahrung mit „Fröschen“. Dabei scheint es so, als ob manche Geschlechtsgenossinnen mit Leichtigkeit immer den perfekten Deckel für ihren Topf finden, während andere fortlaufend „ins Weiche greifen“. Wie ungerecht. Schließlich findet jeder neue Ansatz, einen perfekten Partner zu finden, sein Ende in einer herben und schmerzhaften Enttäuschung. Es stellt sich hier die Frage, ob diese erfolglosen und enttäuschten Frauen wirklich das Pech gepachtet haben oder ob sie über ihr Verhalten den Männern gegenüber Signale setzen, die grundsätzlich immer zu einer Enttäuschung führen müssen. Manuela hat sich immer wieder und viel zu oft gesagt: „Ich will das nicht noch einmal erleben!“ Aber es hilft nichts. Das Prozedere wiederholt sich ständig aufs Neue und sie erlebt wieder eine Enttäuschung. „Ich glaube, ich wirke nur auf Männer anziehend, die eigentlich gar nicht zu mir passen – was läuft da schief? Ich habe keine Ahnung, was ich tun soll“ sagt die 33 Jahre alte Einzelhandelskauffrau. Manuelas Hauptproblem ist die fehlende Treue. „Meine vier letzten Partner haben mich allesamt betrogen – jetzt vertraue ich keinem Mann mehr, und dabei habe ich solche Sehnsucht nach einem netten und treuen Partner“ weiß Manuela zu berichten und empfindet sich als Opfer, denn Schuld sind aus ihrer Sicht nur die Männer. Viele Frauen – aber auch Männer – sehen sich in dieser Opferrolle, da sie ihr eigenes Verhalten nicht objektiv wahrnehmen und auch nicht beurteilen können. Manchmal dauert es sehr lange, bis sie die eigentliche Problematik erkennen, denn wir bevorzugen immer die eingefahrenen Wege. Manuelas Freundin Steffi sieht das nicht wie Manuela, sie sagt: „Manuela fliegt auf den gut aussehenden, netten, zuvorkommenden aber unsteten Typ, sie lernt auch nicht aus ihren Enttäuschungen. In der Regel hatte sie Partnerschaften mit bereits vergebenen Männern, so dass sie sich zunächst nicht in der Öffentlichkeit treffen konnten. Zum Schluss hat sie natürlich dasselbe erlebt wie ihre Vorgängerin. Sie hätte das ahnen können, denn von diesen Beziehungen nimmt man besser Abstand“ sagt Steffi, die nach all der Zeit für Manuelas Probleme kaum noch Verständnis aufbringen kann. Sicher ist ein Knackpunkt, dass die Menschen – egal ob Männer oder Frauen – in Beziehungen stets das suchen, was sie schon kennen, egal wie ungeeignet es eventuell ist, statt das zu wählen, was zu ihnen passt und ihnen gut tut. Mittlerweile haben sich sogar Psychologen dieses Problems angenommen und untersuchen das Verhalten von Frauen wie Manuela, die ständig aufs Neue den falschen Partner wählen. Beispielsweise beginnt Katja häufig Beziehungen mit Partnern, die mit ihr sehr arrogant umgehen. Warum ist das so? Warum lässt Hanna zu, dass sie ständig von Männern verprügelt wird? Wieso ist es so kompliziert, diese eingefahrenen Strukturen aufzubrechen? Häufig lassen sich für diese massiven Probleme Gründe in der frühesten Kindheit finden. Gerade im Alter bis etwa drei Jahren werden wir von Enttäuschungen und negativen Erfahrungen so stark beeinflusst, dass sich unbemerkt im Unterbewusstsein Ängste entwickeln und festsetzen. Das Ergebnis sind gerade die zuvor beschriebenen falschen Verhaltensweisen, durch die wir uns in Sachen Partnerschaft selbst im Weg stehen. Neuer Mann – altes Beziehungsmuster. Isabella kann ein Lied davon singen, wie schwierig das ist. Sie ist Versicherungskauffrau und stellt fest, dass sich die gleichen negativen Vorgänge immer wieder wiederholen, nur immer mit einem anderen Mann. „Das war oft wie ein Déjà-vu, es war, als säße ich immer wieder im selben Film!“ Isabelle wird in ihren Partnerschaften immer wieder mit völlig abwegigen Vorwürfen bedacht, wie etwa sie sei untreu. Sie stellt fest: „Zu Beginn fand ich es toll, dass ein Mann mir so viel Aufmerksamkeit schenkt und ich dachte, es sei die große Liebe, wenn mein Freund schon eifersüchtig wurde, wenn mich ein potenzieller Konkurrent nur ansprach. Ich hatte immer eine Schwäche für Machos und starke Partner, sicher hatte ich das Bedürfnis nach viel Schutz. Allerdings wollten mich diese Männer immer nur besitzen.“ Diese Analyse ihres Verhaltens endet mit der Feststellung, das die bei allen Beziehungen zunächst anscheinend schmeichelnden Verhaltensweisen der Männer irgendwann einfach nicht mehr zu ertragen waren und in Kontrollsucht – auch Anrufe auf der Arbeit – und großes Misstrauen führten bis hin zum ständigen Hinterherspionieren. Erst als Isabelle an ihre persönlichen Grenzen stieß, war sie in der Lage, wahrzunehmen, dass das Problem bei ihr lag und sie daran etwas ändern musste. Sie erzählt: „Meine letzte Beziehung mit Peter gipfelte darin, dass er, als ich etwas später als verabredet nach Hause kam, weil es mit meiner Freundin im Café so schön war, total austickte. Er war fest davon überzeugt, dass ich eine Affäre mit einem Mann hatte und alle Versuche, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, ließen das Ganze nur weiter eskalieren – am Ende hat er mich verprügelt“ sagt die 43-jährige. Sogar für Isabella ging das zu weit: „Schlagartig wurde mir bewusst, was da ablief, und dass ich mir das nicht gefallen lassen muss. Ich habe gehandelt und mit Peter Schluss gemacht.“ Jetzt muss ich mich meinen Problemen stellen, aber ich sehe das als neuen Anfang, obwohl es ein langer Weg ist, die bisherigen Verhaltensmuster aufzubrechen. Gerade bei ungelösten inneren Konflikten, die die Basis aller Probleme darstellen, ist es schwierig, diesen neuen Weg aufrechtzuerhalten. Nach den zahlreichen Enttäuschungen hat Isabella nun den Entschluss gefasst, das Problem anzugehen. „Ich bin zu der Ansicht gekommen, dass die Wahl meines Partners mit einem Problem in meiner Kindheit zu tun hat, denn ich hatte immer das Gefühl, dass mein Vater mich nicht liebt“ erzählt sie. „Am Anfang habe ich das nicht so ernst genommen, aber mittlerweile denke ich, das dieses Problem meiner Kindheit die Ursache meiner Beziehungsmuster ist. Ich dachte immer, dass ich meinem Vater egal bin und er mich nicht lieb hat – gleich, was ich tat: Stets begegnete er mir mit Gleichgültigkeit. So suchte ich mir immer Partner, die mir ganz klar zeigten, dass ich ihnen sehr wichtig bin – auch wenn dies über Eifersucht und Kontrollzwang ablief. Auf lange Sicht funktioniert das aber nicht.“ Sicher ist es leichter, wenn man die Schuld an seinen Problemen anderen zuschieben kann und sich in einer Opferrolle sieht – von Partnern, äußeren Bedingungen und Schicksal gebeutelt. Es ist klar, dass sich Probleme so nicht lösen lassen. Äußerlich ist Julia eine sehr starke Persönlichkeit, die immer klar darstellt, was sie möchte. Sie wurde – wie so oft – letztes Jahr von ihrem Partner verlassen. „Ich bin am Ende und rätsele, warum ich dauernd den Verkehrten Typen erwische. Jeder meiner Partner mutierte früher oder später zu einem Menschen, der Panik vor einer intensiven Beziehung hat. Das Leben ist nicht fair zu mir und ich weiß nicht, warum stets ich es bin, die das durchmachen muss“ sagt die Juristin. Julia hat das Problem daraufhin analysiert und sieht die Ursache bei sich: „Nach endlosen Diskussionen mit Freundinnen und auch mit meiner Mutter wurde mir klar, dass ich mit meinem Verhaltensmuster einen großen Anteil an den zahllosen gescheiterten Beziehungen hatte. Es lag nicht an den Partnern – sie waren keine Beziehungsmuffel. Es war vielmehr so, dass ich ihnen die Luft genommen und sie totgeliebt habe.“ Diese Schwierigkeiten muss man wahrnehmen lernen, letztlich untersuchte Julia ihre früheren Partnerschaften nach den Rollen der beiden Partner und den Gefühlen, Problemen und Stressfaktoren. „Aus der Analyse meiner Beziehungen und meines Verhaltens habe ich viel über mich herausgefunden – ich weiß nun, dass ich den Mann immer in meiner Nähe haben wollte, weil ich mich davor gefürchtet habe, dass er mich verlässt. Ich hatte Angst, dass ich ihn andernfalls verlieren könnte. Es ist schade, dass mir erst heute bewusst geworden ist, dass ich durch dieses erdrückende Verhalten alles zerstört hatte“ erklärt Julia. Jetzt ist die 34-jährige wieder in der Lage, eine Partnerschaft aufzubauen, aber nur mit dem perfekten Partner, den sie sich wünscht. Um nicht wieder in die alte Rolle zu verfallen, hat Julia sich vorgenommen, sich die früheren Muster ständig bewusst zu machen und die Probleme früh wahrzunehmen, damit sie nicht die alten Muster wiederholt. Das könnte vielleicht funktionieren, denn ein bekanntes Problem ist bekanntlich nur ein halbes Problem, weil man bewusst gegensteuern kann. Man muss in schwierigen Situationen einfach ganz bewusst wahrnehmen, was passiert, und entsprechend reagieren. Das klingt zwar gut, aber es Wirklichkeit werden zu lassen ist ungleich schwieriger. Insbesondere wenn Gefühle im Spiel sind, kann man sein Verhalten nur schlecht steuern. Trotzdem sollte man nicht einfach jede Beziehung unkontrolliert zulassen, wie Simone das zu tun pflegt. „Ich bin ganz schnell verliebt. Wenn ich einen potenziellen Partner sehr mag, dann möchte ich ihn auch besitzen. Dabei habe ich meist die Partner ausgewählt, mit denen es bestimmt Schwierigkeiten geben würde. Meine romantischen Ideen von einem Macho, der sich immer durchsetzt und ein echter harter Kerl ist waren da wohl maßgebend“ sagt die 26-jährige. Simone erzählt: „ich bin über meine innere Stimme einfach hinweggegangen – völlig egal, wie laut sie geschrien hat – denn ich war total hin und weg und wollte den Mann einfach nur besitzen. Schon bald habe ich aber gemerkt, dass gerade die Machotypen für eine gute Partnerschaft nicht das Richtige sind und dass sie immer nur ihren Willen durchsetzen wollen. Es ist logisch, dass das nicht funktionieren konnte und dass ich nachher immer sehr enttäuscht war.“ Mittlerweile weiß auch Simone, dass sie daran nicht ganz unschuldig ist: „Ich habe – ohne es zu wollen – immer nach einem Partner gesucht, der so ist, wie ich gerne sein möchte, nämlich stark und mit Durchsetzungsvermögen.“ Simone ist kein Einzelfall. Wir wollen immer genau das haben, was wir bei uns selbst vermissen und häufig ist das eben eine Eigenschaft wie Coolness oder Konfliktbereitschaft. Im Prinzip wäre ja nichts dagegen einzuwenden, aber der Mann, der diese gewünschten Eigenschaften besitzt, verfügt häufig auch über weniger gewünschte Charakterzüge. Letztlich können wir dies nur durch analysieren und geeignetes Verändern unserer Wünsche und Bedürfnisse – also durch Ändern unseres Wesens – verbessern. Das bedeutet letztlich, dass wir unsere Defizite ausgleichen müssen und so auch ein inneres Gleichgewicht erreichen, was die Basis für jede ausgewogene und glückliche Beziehung darstellt. Die Wahl des Partners wird nicht zuletzt auch von negativen Erlebnissen in Kindertagen, persönlichen Unzulänglichkeiten und innerem Ungleichgewicht geprägt, so dass es einleuchtet, warum kaum jemand direkt den Wunschpartner findet. Trotzdem können auch negative Erlebnisse dazu führen, dass wir aus ihnen lernen und uns bezüglich Partnerschaft und Beziehungskonflikten verbessern. Allerdings sollte man aufmerksam sein und sich auf jeden Fall selbst analysieren, wenn man trotz allem stets Enttäuschungen erlebt und den richtigen Partner einfach nicht finden kann. Es ist zwar bekannt, dass die Liebe manchmal recht eigenwillige Wege geht und man sie praktisch nicht steuern kann, aber ganz ohne den Intellekt – immer nur mit dem Herzen oder aus dem Bauch heraus – sollten wir nichts entscheiden. Dann haben wir eine richtig gute Chance, den Traummann zu finden und können aufhören, Frösche zu küssen.

Kann eine Fernbeziehung überhaupt funktionieren?

Das fragen sich wohl ebenso viele betroffene wie außenstehende Paare. Eine große Liebe kann auch über lange Zeit ohne räumliche Nähe auskommen – doch wie viel Abstand verträgt der Alltag?
Die allermeisten Paare trenne sich täglich – für die Zeit, in der sie einer Arbeit nachgehen. Doch eigentlich gehört es zum üblichen Familienmodell, dass alle am Abend in die gemeinsame Wohnung zurückkehren. Ausnahmen wie Dienstreisen und Co sind selbstverständlich. Doch was ist, wenn die ganze Partnerschaft nur eine einzige Abfolge von Trennungen und Wiedersehen ist? Meist ist es der Beruf, der zu einer solchen Lebensweise zwingt. Schlimm ist dies vor allem für Paare, die zuvor ganz klassisch zusammengewohnt haben und sich dann plötzlich auf diese Veränderung einstellen müssen. Einfacher ist es für diejenigen, die sich kennenlernen und eine Fernbeziehung führen, weil aus praktischen Erwägungen ein Zusammenziehen (noch) nicht in Frage kommt.

Der tägliche Kampf mit dem Alltag

Ungefähr 13 % der Deutschen sollen es sein, die laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung eine Fernbeziehung führen. Doch wesentlich geringer ist die Zahl derer, die dies freiwillig tun. Rund 4 % gerade einmal – alle anderen sind ungewollt in diese Situation geraten. Außerdem lässt sich belegen: die Zahl derer, die nicht durch den Beruf getrennt werden, sondern durch das Internet zusammenkommen und dann weit voneinander entfernt wohnen, wird immer größer.

Für all jene, die die klassische Partnerschaft gewöhnt sind, gehen diesem Schritt oft lange Diskussionen voraus. Es wird das Für und Wider abgewogen; und oft bleibt keine Alternative zu diesem Schritt, und sei es auch „nur“ die Sicherung des Familieneinkommens. Die Umstellung ist hart: das tägliche Zusammenleben fällt weg, viel Freizeit muss allein verbracht werden, meist bekommen Freundschaften dann wieder einen neuen Stellenwert, die während der Partnerschaft vernachlässigt wurden.

Dass das Zusammenleben nur noch am Telefon oder per Mail stattfindet, ist eine Umstellung, mit der man erst einmal klar kommen muss. Zärtlichkeiten und jede Art von Erotik kann nicht mehr spontan sein; mit dem anderen persönlich zu sprechen, muss auf das nächste Wiedersehen verschoben werden. Allerdings – dank Handy und Co sind die Möglichkeiten (bis hin zum Schicken von Fotos), wesentlich besser geworden. Noch vor 20 Jahren hatten es betroffene Paare sehr viel schwieriger.

Im Gespräch bleiben ist wichtig

Der Alltag ist plötzlich nicht mehr dasselbe. Jeder hat eigene Erlebnisse und das nicht nur im Beruf. Auch die Freundeskreise sind nicht mehr gleich und so ist die Gefahr groß, dass jeder mehr oder weniger ein eigenes Leben führt. Wer das Getrenntsein länger ertragen muss, riskiert, dass sich beide Partner verschieden entwickeln. Das ist nicht beabsichtigt, kommt aber häufig vor. Beim Wiedersehen dann fällt dies dem jeweils anderen auf – und wird oft negativ bewertet.

Eine intensive Kommunikation während der Trennung ist daher unbedingt wichtig. Denn die Gemeinsamkeit kann ein Stück weit gerettet werden, wenn man den anderen so gut als möglich an seinem Leben teilhaben lässt, und ihm auch scheinbare Kleinigkeiten mitteilt. Begebenheiten aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis sind nicht unbedingt wichtig. Aber sie sorgen dafür, dass der abwesende Partner sich nicht ausgeschlossen fühlt und immer noch am gemeinsamen Leben teilhat, auch wenn er unterwegs ist.

Gemeinsame Rituale können zudem helfen, das aneinander gewöhnen zu erleichtern. Was man bei Kindern als „fremdeln“ kennt, kann auch Erwachsene treffen: Man freut sich unheimlich auf das Wiedersehen und stellt dann fest, dass die gewohnte Vertrautheit fehlt. Wer sich zum Beispiel den ersten Abend als Paar freihält, ohne Kinder und Familie oder Freunde, der kann es schneller schaffen, die Gewohnheit wieder herzustellen.

Vertrauen ist dabei eine Grundvoraussetzung. Um das sich wieder aneinander gewöhnen zuzulassen, braucht es Vertrauen und den Willen von beiden, die Trennung so schnell als möglich vergessen zu lassen. Experten behaupten, dass die Eingewöhnungsphase so lange dauert, wie die Trennungsphase war. Das muss aber nicht sein, denn für die vielen Paare, die sich nur am Wochenende sehen können, wäre das auch schlimm. Vor allem braucht der Partner Verständnis, der zu Hause ist. Denn er hat den Vorteil, die ganze Zeit über die vertraute Umgebung zu haben. Der andere jedoch kommt nach Hause und empfindet selbst die Wohnung im ersten Moment als fremd.

Treue und Vertrauen sind wichtig

Die Treue dürfte eines der Hauptprobleme in einer Fernbeziehung sein. Keiner soll in der Zeit der Trennung allein zu Hause sitzen. Doch geht man allein oder mit Freunden aus, ist die Versuchung groß, dem ein oder anderen Reiz zu verfallen. Schließlich ist man sozusagen als Single unterwegs und nicht mehr als Paar. Aber eines sollte man gar nicht erst versuchen: den anderen zu überwachen. Denn ob begründet oder nicht: dieses fehlende Vertrauen macht jede Liebe über Kurz oder Lang kaputt. Es sollte daher keiner versäumen dem anderen zu zeigen, dass es keinen Grund zur Eifersucht gibt.

Die Vorteile sehen…

… das ist leichter gesagt als getan. Doch viele Paare, die eine Wochenendbeziehung führen, bestätigen, dass die Enthaltsamkeit über die Woche ein intensiveres Zusammenleben am Wochenende bedingt. Man freut sich wieder aufeinander und nimmt die Anwesenheit des Partners nicht mehr so selbstverständlich hin. Manche machen sich wieder bewusst für den Partner schön und auch die Sexualität ist wieder eher so, wie am Anfang der Beziehung. Denn die Gewohnheit und Vertrautheit im Alltag ist einesteils schön, kann aber andererseits auch dazu führen, dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Dieses Problem haben getrennte Paare nicht – oft reicht die gemeinsame Zeit kaum aus, um das Wichtigste zu besprechen. Ganz wichtig aber ist, die Zeit des Wiedersehens nicht nur mit Problemen und Alltagssorgen zu verbringen, sondern sich ganz bewusst Zeit zu zweit zu nehmen oder für die Familie. Gemeinsame Ausflüge oder ein paar Stunden zusammen im Garten sind da schon hilfreich, damit schöne Erlebnisse die nächste Trennung erträglicher machen.

Die zwölf Wege zum Glück

Wer glücklich ist, fühlt sich wohl, und um dies zu erreichen sollte man lernen, sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Manche Menschen tun das – und werden oft genug dafür belächelt. Doch gerade die Landbevölkerung hat sich diese Wesenseigenschaft mehr als die Stadtmenschen bewahrt und lebt deshalb oftmals glücklicher und mit sich im Reinen.

Jeder möchte glücklich sein – doch was man darunter versteht, ist äußerst verschieden. Glück bedeutet für viele materiellen Wohlstand, der z.B. durch einen Glücksumstand wie einen Lottogewinn hervorgerufen wird. Sorgenfrei kann man leben durch viel Geld, doch glücklich ist man dadurch nicht – das wird immer wieder bestätigt.

Die weit verbreitete Meinung, für das eigene Glück viel besitzen zu müssen, greift immer mehr um sich und verleitet die Menschen dazu, Eigentum anzuhäufen, wo immer das möglich ist. Doch das Glück als Lebensqualität wird mit den kleinen Dingen erreicht, die uns im Alltag begegnen. Diesen vermehrt Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist ein guter Weg zum Glücklichsein. Die zwölf hier zusammengetragenen Tipps helfen auf diesem Weg!

Erfolg genießen!

Nicht nur für Kinder ist Lob wichtig. Auch Erwachsenen tut es gut. Doch in der heutigen Alltagswelt aus Beruf und Hobby ist gut erledigte Arbeit eine Selbstverständlichkeit – bei Fehlern hagelt es dagegen Kritik. Gelobt wird fast nie – und dieses Verhalten übertragen viele auf ihr Privatleben. Das ist nicht empfehlenswert. Ist es etwas gut gelungen, sich selbst oder anderen, sollte uns das mit Freude erfüllen und ein Lob wert sein. Auch in die eigene Richtung!

Optimismus ist wichtig!

Auch wenn es in mancher Lebenssituation schwer fällt: optimistisch zu sein, kann helfen! So wie das Glas halb voll oder halb leer sein kann, so können wir auch unser Leben als halb glücklich oder halb unglücklich betrachten. Der Alltag lässt sich wesentlich besser meistern, wenn man mit guter Laune und Optimismus an die Aufgaben herantritt. Immer wieder sollte man sich sagen, dass das, was bewältigt werden muss, kein Problem ist. Alles ist möglich! Zwar kann es auch eine Weltansicht sein, nicht zu viel zu erwarten, damit man nicht so sehr enttäuscht wird; doch besser ist es, immer davon auszugehen, dass der Erfolg winkt.

Ein bisschen Lohn muss sein…

Anerkennung und Lob für Geleistetes freut jeden, auch wenn es modern geworden ist, mit Coolness darüber hinweg zu sehen. Wer etwas Schwieriges geschafft hat, sollte dies den anderen ruhig mitteilen. Wer liebe Menschen um sich hat wird erleben, dass sich diese mit ihm freuen, und das tut richtig gut. Außerdem ist eine kleine Belohnung erlaubt. Kinder, die beim Zahnarztbesuch still halten und sich tags darauf auf ein extra Eis freuen dürfen, sind auch als Erwachsene für solche kleinen Belohnungen empfänglich. Und dies kann etwas sehr Schönes sein. Kauft man sich als Belohnung etwas Materielles, hat man beim Benutzen oder Ansehen immer wieder das gute Gefühl im Körper, etwas Großes geschafft zu haben.

Realistisch bleiben!

Wer sich immer zu viel vornimmt, wird es kaum schaffen können und ist dann unglücklich über sein scheinbares Versagen. Entgehen kann man diesem Kreislauf, in dem nur realistische Ziele gesteckt werden. Und eines ist ganz wichtig: Fehler passieren. Keiner ist so perfekt, dass ihm immer alles gelingt, und jedem geht mal etwas schief. Dann sollte keiner zu streng mit sich ins Gericht gehen. Hilfreich: vor sich selbst die Erfolge herausstreichen und nicht die Misserfolge!

Vorfreude sollte in vollen Zügen genossen werden

Vorfreude – schönste Freude, so heißt es in einem alten Weihnachtslied. Und da ist auf alle Fälle etwas dran. Denn jeder spürt, wie sich die Laune bessert, wenn er an etwas denkt, worauf er sich freut. Was es ist, spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle: ein Treffen mit Freunden, die neuen Möbel oder einfach nur das freie Wochenende. Die Glückshormone spielen Kreisel – wenn man sich immer wieder vor Augen hält, wie schön das Geplante sein wird.

Glücksgefühle durch Zärtlichkeit

Glück ist schwer zu beschreiben, aber durch Zärtlichkeit wird es auf alle Fälle ausgelöst. Eine Studie der Universität Miami hat dies erst kürzlich wieder bestätigt. Doch schaut man sich um – nehmen sich erstaunlich wenige Menschen dafür Zeit. Mindestens 20 Sekunden Hautkontakt – und schon fühlt man sich glücklicher. Deshalb: unbedingt Zeit zum kuscheln nehmen!

Freizeit trotz Stress

Viele Erwachsene kennen das: der Alltag frisst die Zeit schneller auf, als einem lieb ist. Beruf und Familie fordern viele Stunden des Tages, und die Freizeit bleibt auf ein Minimum beschränkt – wenn sie überhaupt da ist. Ein bis zwei Stunden am Tag sollte jedoch jeder die Möglichkeit haben, eigenen Vergnügungen nachzugehen. Das kann Fernsehen sein, Musik hören oder ein Bad – es müssen keine großen Events geplant werden. Mit wenig Geld und wenig Zeit lassen sich solche Glücksmomente schaffen – und dies sollte auch nicht vernachlässigt werden.

Hilfsbereitschaft macht glücklich

Glücklich machen kann nicht nur, wenn man für sich selbst Gutes tut, sondern auch wenn die eigene Hilfsbereitschaft Anderen Freude bringt. Ein intensives Wohlbefinden haben wir dann, wenn wir anderen geholfen haben; auch dies wurde in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden. Die Umwelt nimmt diese Menschen als sympathisch war, was wiederum zu Glücksmomenten führt und außerdem fühlt man sich besser, wenn man sich hilfsbereit zeigte.

Soziale Kontakte sind wichtig

Menschen die uns Freude machen, mit denen wir gern zusammen sind und mit denen wir lachen können, sollte jeder haben. Freunde oder/und Kollegen, alte Freunde aus der Schulzeit… Sie alle können dazu beitragen, sich glücklich zu fühlen, wenn ein Treffen ansteht. Denn solche Momente stärken das Selbstbewusstsein und bringen uns wieder besser durch den Alltag. Auch wenn es keine großen Probleme gibt – das Herz mal so richtig auszuschütten kann ungemein befreiend sein – auch wenn es nur am Telefon ist.

Ordnung ist wichtig

Viele haben noch die Worte der Eltern im Ohr, endlich aufzuräumen. Und viele junge Leute genießen es, in der ersten eigenen Wohnung nicht ständig Ordnung halten zu müssen. Doch auf Dauer fühlen sich die meisten im eigenen Chaos nicht wohl und übertragen dieses aus der Umwelt auf das eigene Wohlbefinden. Eine saubere und aufgeräumte Wohnung erfüllt die meisten mit Wohlbehagen, und außerdem hat man die Freude, etwas geschafft zu haben.

Bewegung tut gut

Wer sich regelmäßig bewegt, ist glücklicher. Das behaupten alle Sportler. Doch tatsächlich ist etwas dran, dass es sich gut anfühlt, sich aufgerafft und etwas für sich getan zu haben. Die Bewegung tut dem Körper gut. Das kann aber statt dem Waldlauf auch Gartenarbeit oder etwas Ähnliches sein, das Freude macht; Hauptsache ist die Bewegung und das möglichst noch an frischer Luft.

Zeitplan einfach mal hintenanstellen

Die meisten von uns hetzen von morgens bis abends herum und folgen notgedrungen einem straffen Zeitplan. Zeit zu haben ist leider Luxus geworden, und manche planen sogar eine bestimmte Stunde ein, in der sie Zeit für ihre Kinder haben. Doch das Privileg, nicht zu hetzen und ständig auf die Uhr zu schauen, sollte man sich ab und zu gönnen. Beispielsweise am Wochenende oder an einem Feier- oder Urlaubstag. Mit Sicherheit fühlt man sich frei und glücklich, wenn man wenigstens ab und zu mal so in den Tag hineinleben kann.

Apfelessig – das unbekannt Elixier

Viele schwören auf Apfelessig wegen seines besonderen Geschmacks. Doch nur wenige wissen, dass dieses besondere Produkt aus der heimischen Frucht viel für unsere Gesundheit tun kann.

Einige Rezepte sind speziell auf den Apfelessig ausgelegt. Vor allem für Salate ist er sehr beliebt und gibt ihnen einen unverwechselbaren sauer-würzigen Geschmack. Dabei ist dieser keinesfalls eine Erfindung der Neuzeit: schon in der Antike kann nachgewiesen werden, dass die Römer dem Essig eine besondere Bedeutung zumaßen – sicher auch wegen der konservierenden Wirkung. Die Fertigung von Essig war bei Griechen und Persern, Ägyptern und Babyloniern bekannt und geschätzt.
Wir alle benutzen Essig in der täglichen Küche – doch nicht jeder weiß, wie dieser entsteht. Das fertige Würz-und Konservierungsmittel, wie es in den Regalen der Supermärkte steht, hat einen Essigsäuregehalt von 5 bis 15 %. Meist findet man geringe Konzentrationen zwischen 5 und 6 %.

Die verschiedenen Ausgangsstoffe

Der Essig kann aus verschiedensten Ausgangsstoffen produziert werden wie Wein und Branntwein, Früchten oder Obstsäften sowie anderen Spirituosen. Ist der Essig recht preiswert, kann er auch aus verdünnter, industriell hergestellter Essigessenz bestehen.
Das Grundprodukt des Apfelessigs ist der Apfelsaft. Dieser wird unter Verschluss gehalten, wobei der Zucker zu Alkohol vergärt, indem Hefe zugesetzt wird. Dieser Vorgang hat als Endprodukt den Apfelwein. Durch eine warme und offene Aufbewahrung entstehen darin Essigsäurebakterien, die aus dem Alkohol den Essig werden lassen – so entsteht der Apfelessig.

Warum ist er der Gesundheit zuträglich?

Die Inhaltsstoffe des Apfelessigs sind in gewisser Weise die gleichen wie in der Frucht. Schon deshalb gilt er als gesund. Der Apfel bringt uns die Vitamine B und C, sowie Folsäure und Beta-Karotin, Eisen und Magnesium sowie mehrere verschiedene Spurenelemente.
Dennoch wird dem Apfelessig nachgesagt, dass er noch gesünder ist als die Frucht oder der Saft daraus. Warum das so ist, konnte bisher nicht völlig geklärt werden. Dennoch wird der besondere Essig in vielen Anwendungsgebieten geschätzt.

Gute Verdauung und schnelleres Abnehmen

Der Apfelessig fördert die Bildung der Verdauungssäfte, wodurch der Stoffwechsel angeregt wird. Dadurch werden die Speisen, die wir mit dem Apfelessig anrichten, nicht nur geschmacklich hochwertiger, sondern auch bekömmlicher. Zudem lindert er Sodbrennen und bewirkt eine leicht abführende Wirkung durch die Verdauung von Kohlehydraten und Fetten.
Diese Eigenschaft wird beim Abnehmen genutzt: Denn durch Förderung der Verdauung wird im Körper die Ablagerung von Fett gebremst und zusätzlich der Appetit gezügelt. Ein schnelleres Sättigungsgefühl soll schon bei der Einnahme von 0,5 Milliliter pro Kilo Körpergewicht eintreten.
Außerdem kann der Apfelessig den Blutzuckerspiegel regulieren. Somit wird der Heißhunger bei Unterzuckerung vermieden sowie ein zu hoher Insulinspiegel, der wiederum den Fettabbau verhindert

Cholesterin und Fettverbrennung

Die berühmten „Fatburner“ – dazu wird auch der Apfelessig gerechnet. Denn er kann die Fettverbrennung fördern. Unterstützt wird durch den Essig die „Arbeit“ von Glucagon und Somatotropin, was sich auch bei Entschlackungskuren positiv einsetzen lässt.
Wer sich zur regelmäßigen Benutzung des Apfelessigs entschließen kann, wird auch einen Anstieg des HDL-Spiegels feststellen. Zudem lassen sich die Werte von Cholesterin und Triglycerid sowie LDL-Cholesterin senken. Besonders Diabetiker können sich diesen Vorteil zu Nutze machen.

Die Wirkung auf Blutzucker und Diabetes

Durch die Regulation des Blutzuckers ist der Apfelessig ein gern gesehenes Lebensmittel unter Typ-2-Diabetikern. Die Arizona State University konnte das in einer Studie belegen: bei zuckerhaltigen Nahrungsmitteln konnte der Essig den Blutzuckerspiegel senken, während er bei Lebensmitteln mit wenig Zucker nur geringe Veränderungen brachte. Dies ist eine große Hilfe für Kranke, die an Diabetes leiden. Außerdem senkt der Apfelessig den HbA1c-Wert. Dieser Langzeitwert in der Blutzuckermessung spiegelt die Ernährung der letzten ca. 8 Wochen wider. Bei regelmäßigem Genuss von Apfelessig konnte auch hier eine Verbesserung erreicht werden.

Bakterien und Pilze

Eine weitere Wirkung von Essig ist die desinfizierende Kraft. Dadurch macht er Gemüse oder sonstige Lebensmittel haltbar. Man denke nur an Essiggurken. Ebenso kann der Essig auch im menschlichen Körper desinfizierend wirken, und unerwünschten Bakterien oder Pilzen entgegensteuern. Als Einsatzgebiet gilt die Vorbeugung gegen Lebensmittelvergiftungen und als Heilmittel bei Blasenentzündungen. Für diese Anwendung nimmt man dreimal täglich einen Löffel Apfelessig, der in 100 Milliliter Wasser verrührt wurde. Diesen Sud sollte man eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten einnehmen.

Der Kauf von Apfelessig

Es lohnt, gute Qualität zu erwerben! Denn die gesundheitsfördernde Wirkung tritt nur ein, wenn Folgendes beachtet wird: Der Essig soll aus ganzen Früchten hergestellt sein nicht aus „Abfällen“ wie Schalen oder Kerngehäuse. Andere Obstsorten sollten nicht ungemischt worden sein. Dann wäre ohnehin die Etikettierung verkehrt, und es müsste Obstessig heißen. Außerdem sollte die Herstellung nicht aus Saftkonzentrat mit der Beimischung von Billigessig erfolgen, und er soll nicht erhitzt, gefiltert oder pasteurisiert sein. Das Naturtrübe gewährleistet die Qualität.