Apfelessig – das unbekannt Elixier

Viele schwören auf Apfelessig wegen seines besonderen Geschmacks. Doch nur wenige wissen, dass dieses besondere Produkt aus der heimischen Frucht viel für unsere Gesundheit tun kann.

Einige Rezepte sind speziell auf den Apfelessig ausgelegt. Vor allem für Salate ist er sehr beliebt und gibt ihnen einen unverwechselbaren sauer-würzigen Geschmack. Dabei ist dieser keinesfalls eine Erfindung der Neuzeit: schon in der Antike kann nachgewiesen werden, dass die Römer dem Essig eine besondere Bedeutung zumaßen – sicher auch wegen der konservierenden Wirkung. Die Fertigung von Essig war bei Griechen und Persern, Ägyptern und Babyloniern bekannt und geschätzt.
Wir alle benutzen Essig in der täglichen Küche – doch nicht jeder weiß, wie dieser entsteht. Das fertige Würz-und Konservierungsmittel, wie es in den Regalen der Supermärkte steht, hat einen Essigsäuregehalt von 5 bis 15 %. Meist findet man geringe Konzentrationen zwischen 5 und 6 %.

Die verschiedenen Ausgangsstoffe

Der Essig kann aus verschiedensten Ausgangsstoffen produziert werden wie Wein und Branntwein, Früchten oder Obstsäften sowie anderen Spirituosen. Ist der Essig recht preiswert, kann er auch aus verdünnter, industriell hergestellter Essigessenz bestehen.
Das Grundprodukt des Apfelessigs ist der Apfelsaft. Dieser wird unter Verschluss gehalten, wobei der Zucker zu Alkohol vergärt, indem Hefe zugesetzt wird. Dieser Vorgang hat als Endprodukt den Apfelwein. Durch eine warme und offene Aufbewahrung entstehen darin Essigsäurebakterien, die aus dem Alkohol den Essig werden lassen – so entsteht der Apfelessig.

Warum ist er der Gesundheit zuträglich?

Die Inhaltsstoffe des Apfelessigs sind in gewisser Weise die gleichen wie in der Frucht. Schon deshalb gilt er als gesund. Der Apfel bringt uns die Vitamine B und C, sowie Folsäure und Beta-Karotin, Eisen und Magnesium sowie mehrere verschiedene Spurenelemente.
Dennoch wird dem Apfelessig nachgesagt, dass er noch gesünder ist als die Frucht oder der Saft daraus. Warum das so ist, konnte bisher nicht völlig geklärt werden. Dennoch wird der besondere Essig in vielen Anwendungsgebieten geschätzt.

Gute Verdauung und schnelleres Abnehmen

Der Apfelessig fördert die Bildung der Verdauungssäfte, wodurch der Stoffwechsel angeregt wird. Dadurch werden die Speisen, die wir mit dem Apfelessig anrichten, nicht nur geschmacklich hochwertiger, sondern auch bekömmlicher. Zudem lindert er Sodbrennen und bewirkt eine leicht abführende Wirkung durch die Verdauung von Kohlehydraten und Fetten.
Diese Eigenschaft wird beim Abnehmen genutzt: Denn durch Förderung der Verdauung wird im Körper die Ablagerung von Fett gebremst und zusätzlich der Appetit gezügelt. Ein schnelleres Sättigungsgefühl soll schon bei der Einnahme von 0,5 Milliliter pro Kilo Körpergewicht eintreten.
Außerdem kann der Apfelessig den Blutzuckerspiegel regulieren. Somit wird der Heißhunger bei Unterzuckerung vermieden sowie ein zu hoher Insulinspiegel, der wiederum den Fettabbau verhindert

Cholesterin und Fettverbrennung

Die berühmten „Fatburner“ – dazu wird auch der Apfelessig gerechnet. Denn er kann die Fettverbrennung fördern. Unterstützt wird durch den Essig die „Arbeit“ von Glucagon und Somatotropin, was sich auch bei Entschlackungskuren positiv einsetzen lässt.
Wer sich zur regelmäßigen Benutzung des Apfelessigs entschließen kann, wird auch einen Anstieg des HDL-Spiegels feststellen. Zudem lassen sich die Werte von Cholesterin und Triglycerid sowie LDL-Cholesterin senken. Besonders Diabetiker können sich diesen Vorteil zu Nutze machen.

Die Wirkung auf Blutzucker und Diabetes

Durch die Regulation des Blutzuckers ist der Apfelessig ein gern gesehenes Lebensmittel unter Typ-2-Diabetikern. Die Arizona State University konnte das in einer Studie belegen: bei zuckerhaltigen Nahrungsmitteln konnte der Essig den Blutzuckerspiegel senken, während er bei Lebensmitteln mit wenig Zucker nur geringe Veränderungen brachte. Dies ist eine große Hilfe für Kranke, die an Diabetes leiden. Außerdem senkt der Apfelessig den HbA1c-Wert. Dieser Langzeitwert in der Blutzuckermessung spiegelt die Ernährung der letzten ca. 8 Wochen wider. Bei regelmäßigem Genuss von Apfelessig konnte auch hier eine Verbesserung erreicht werden.

Bakterien und Pilze

Eine weitere Wirkung von Essig ist die desinfizierende Kraft. Dadurch macht er Gemüse oder sonstige Lebensmittel haltbar. Man denke nur an Essiggurken. Ebenso kann der Essig auch im menschlichen Körper desinfizierend wirken, und unerwünschten Bakterien oder Pilzen entgegensteuern. Als Einsatzgebiet gilt die Vorbeugung gegen Lebensmittelvergiftungen und als Heilmittel bei Blasenentzündungen. Für diese Anwendung nimmt man dreimal täglich einen Löffel Apfelessig, der in 100 Milliliter Wasser verrührt wurde. Diesen Sud sollte man eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten einnehmen.

Der Kauf von Apfelessig

Es lohnt, gute Qualität zu erwerben! Denn die gesundheitsfördernde Wirkung tritt nur ein, wenn Folgendes beachtet wird: Der Essig soll aus ganzen Früchten hergestellt sein nicht aus „Abfällen“ wie Schalen oder Kerngehäuse. Andere Obstsorten sollten nicht ungemischt worden sein. Dann wäre ohnehin die Etikettierung verkehrt, und es müsste Obstessig heißen. Außerdem sollte die Herstellung nicht aus Saftkonzentrat mit der Beimischung von Billigessig erfolgen, und er soll nicht erhitzt, gefiltert oder pasteurisiert sein. Das Naturtrübe gewährleistet die Qualität.